Pädagogische Arbeit

Unsere pädagogische Arbeit beginnt mit einer partizipatorischen Eingewöhnung der Kinder und endet mit der intensiven Schulvorbereitung in der Maxigruppe.

Als Grundlage für unser pädagogisches Handeln dient uns die Bildungsvereinbarung NRW sowie das Leitbild unseres Trägers.

Neben dem religionspädagogischen Ansatz ist unsere Arbeit geprägt von einem inklusiven und partizipativen Erziehungsstil.

Wir entwickeln die Qualität unserer Arbeit an den Kriterien des Evangelischen Gütesiegels BETA stetig weiter.

Zu allen Punkten finden Sie ausführliche Informationen in unserer Inklusionspädagogischen Konzeption. Diese können Sie im Bereich Dokumente herunterladen. 

Die wichtigesten Punkte haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Unsere inklusive Haltung

Wir vertreten die Ansicht, dass jeder Mensch Kompetenzen und Begabungen hat sowie individuelle Bedürfnisse, die wir erkennen und fördern.

Inklusion beinhaltet jegliche Besonderheiten, die jede:r einzelne mitbringt und die ihn/sie ausmachen. In unserem alltäglichen Miteinander sind Gemeinschaft, Respekt für Vielfalt, Freude, Teilhabe, Nachhaltigkeit und Achtsamkeit selbstverständlich.

Alle Kinder und alle Eltern sind herzlich Willkommen.

Partizipatorische Eingewöhnung

Wir arbeiten in Anlehnung an das Modell der partizipatorischen Eingewöhnung. Diesem Eingewöhnungsmodell liegt eine behutsame, elternbegleitete und individuelle Eingewöhnung des Kindes zugrunde.

Die Dauer der Eingewöhnung kann bis zu sechs Wochen betragen und ist abhängig vom Verhalten und der individuellen Persönlichkeit des Kindes. Daher ist es nicht möglich, einen exakten Zeitraum zu bestimmen.

Zudem ist uns bewusst, dass verschiedene familiäre Gegebenheiten einen Einfluss auf die Eingewöhnungsphase haben können. Die Eltern werden vorab bei einem Informationsabend über den Ablauf des Eingewöhnungsprozesses informiert. Da wir Ihr Kind als Individuum sehen und Sie Ihr Kind am besten kennen, bieten wir jederzeit individuelle Absprachen an. (weitere Informationen zur partizipatorischen Eingewöhnung finden Sie in unserem Konzept unter Dokumente)

Offene Lernphase / Freispiel

Die Kinder haben täglich Zeiträume, die sie ganz nach ihren Interessen und Bedürfnissen allein gestalten können. Die vorhandenen Spielutensilien und Räumlichkeiten werden von den Kindern selbst ausgewählt.

Pro Gruppe dürfen innerhalb des Freispiels etwa zwei Kinder den einsehbaren Bereich des Außengeländes nutzen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, andere Gruppen zu besuchen, um dort zu spielen oder an einem gezielten Angebot teilzunehmen.

Damit sie sich sicher und geborgen fühlen, geben wir insbesondere den jüngeren Kindern Spielimpulse und machen sie mit den Materialien und der Umgebung vertraut. Anfangs begleiten wir die Kinder in ihrem Spiel, ziehen uns dann aber auch zurück.

So finden die Kinder Raum zur kreativen und fantasievollen Entfaltung, um Kontakte zu anderen Kindern zu knüpfen und diese zu vertiefen. 

Die Zeit des Freispiels nutzen wir aber auch zur individuellen Förderung jedes Kindes. Ausgehend von den Stärken der Kinder werden im Einzel- oder Kleingruppenspiel besondere Fähigkeiten und Begabungen gefestigt sowie gefördert. 

Religionspädagogischer Ansatz

Da wir eine Evangelische Kindertagesstätte sind, ist die religiöse Früherziehung einer unserer Schwerpunkte.

Besonderen Stellenwert haben die christlichen Feste im Kirchenjahr (wie z. B. Weihnachten und Ostern). Wir gestalten mit den Kindern zwei bis dreimal im Jahr Kitagottesdienste zu unterschiedlichen Anlässen und wirken auch in Familiengottesdiensten mit (z. B. Erntedankfest).

In regelmäßigen Abständen besucht unsere Pfarrperson die Kinder und erzählt und singt mit ihnen zu einem ausgewählten Thema. Im Morgenkreis werden biblische Geschichten erzählt und christliche Lieder gesungen und zu den Mahlzeiten wird gebetet. Einmal im Monat finden zudem hausinterne Runden nach "Godly-Play" für die Kinder statt. Es besteht eine enge Kooperation zur naheliegenden Evangelischen Kirchengemeinde Bergerhausen (Johanneskirche). 

Neben den ethischen Werten wie z. B. Hilfsbereitschaft, Toleranz, Ehrlichkeit, Rücksichtnahme und die Achtung der Persönlichkeit werden auch christliche Werte wie Nächstenliebe, Vergebung und Achtung vor Gottes Schöpfung vermittelt. Demzufolge überschneiden sich in der religiösen Früherziehung verschiedene Lernbereiche.

Übergang in die Grundschule

Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist, ein selbstbewusstes und selbstständiges Kind in die Schule zu entlassen.

Wir gehen vom kompetenten Kind aus und bieten ihm die Möglichkeit, durch das forschende Lernen selbst zum Ziel zu kommen und schaffen Möglichkeiten für Bildungsprozesse, ohne Instruktionen und Lösungen vor zu geben. Denn Lernfreude wächst aus der Befriedigung durch den eigenen Weg zu einem eigenen Ergebnis zu kommen, ohne Rücksicht auf die Richtigkeit.

Angetrieben durch ihre Entdeckungslust probieren Kinder Dinge aus und erweitern dabei ihre Fähigkeiten und ihr Wissen. Das forschende Lernen baut auf diesem natürlichen Lernverhalten auf. Nicht abstrakte Theorien oder fertige Modellvorstellungen von der Welt, sondern die eigenen Fragen und Beobachtungen der Kinder bilden den Ausgangspunkt, um zu lernen. Dies gelingt uns, indem wir immer den individuellen Entwicklungsstand des Kindes im Blick haben.

Im letzten Kitajahr bieten wir den „Maxikindern“ verschiedene Ausflüge an (z. B. zur Feuerwehr, zum Erfahrungsfeld der Sinne, ins Aalto-Theater). All dies erfordert ein hohes Maß an sozialer, emotionaler und kognitiver Kompetenz, die besonders im letzten Kindergartenjahr gefordert und gefördert werden.

Ein besonderes Highlight für die Kinder ist unser Abschlussausflug mit anschließender Übernachtung in der Kita.