Pädagogische Arbeit

Unsere pädagogische Arbeit beginnt mit der partizipatorischen Eingewöhnung der Kinder und endet mit der Schulvorbereitung in der Maxigruppe. Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Situationsorientierte Ansatz. Natürlich spielen alle Bildungsbereiche eine wichtige Rolle. Neben der religionspädagogischen Arbeit ist unsere Arbeit geprägt von einem inklusiven und partizipativen Erziehungsstil. Die wichtigesten Punkte haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Zu allen Punkten finden Sie ausführliche Informationen in unserer Inklusionspädagogischen Konzeption. Diese können Sie im Bereich Dokumente herunterladen. Wir wünschen viel Spaß beim lesen.

Unsere inklusive Haltung

Unser Erziehungsstil ist liebevoll konsequent, was bedeutet, dass wir als Erwachsene Wärme und Verständnis schenken sowie Struktur, Rituale, Regeln und Grenzen setzen.

Dies schafft den Rahmen, in dem die Kinder ihre eigenen Kompetenzbereiche haben und ihre Entscheidungen treffen, um wertvolle Erfahrungen sammeln zu können.

Wir verstehen Inklusion als einen Prozess von erhöhender Partizipation und minimierender Exklusion. Das bedeutet in unserer Arbeit konkret größtmögliche Partizipation herzustellen, alle Kinder zu begleiten und sensibel auf Exklusion zu reagieren.

In den ersten Lebensjahren entwickeln Kinder viele Fähigkeiten. Unsere Aufgabe sehen wir darin, die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Kinder zu beobachten und gezielt zu fördern. Eine ganzheitliche Förderung beinhaltet die Berücksichtigung aller Bildungsbereiche. Diese sind auch miteinander verknüpfbar, sodass ein paralleler Lerneffekt in mehreren Bildungsbereichen entsteht

Partizipatorische Eingewöhnung

Wir arbeiten nach dem Modell der partizipatorischen Eingewöhnung. Diesem Eingewöhnungsmodell liegt eine behutsame, elternbegleitete und individuelle Eingewöhnung des Kindes zugrunde. Die Dauer der Eingewöhnung kann bis zu sechs Wochen betragen und ist abhängig vom Verhalten und der individuellen Persönlichkeit des Kindes. Daher ist es nicht möglich, einen exakten Zeitraum zu bestimmen. Zudem ist uns bewusst, dass verschiedene familiäre Gegebenheiten einen Einfluss auf die Eingewöhnungsphase haben können. Die Eltern werden vorab bei einem Informationsabend über den Ablauf des Eingewöhnungsprozesses informiert. Da wir Ihr Kind als Individuum sehen und Sie Ihr Kind am besten kennen, bieten wir jederzeit individuelle Absprachen an. (weitere Informationen zur partizipatorischen Eingewöhnung finden Sie in unserem Konzept unter Dokumente)

Situationsorientierter Ansatz

In unserer pädagogischen Arbeit folgen wir dem situationsorientierten Ansatz (Armin Krenz). Dieser beschreibt einen Erziehungs- und Bildungsprozess, der von den Ideen, Emotionen und Spontanerlebnissen der Kinder ausgeht. Zudem kommt er dem kindlichen Bedürfnis nach geistig-emotionaler Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt sowie der Aneignung von Lebenswirklichkeit offensiv entgegen. Damit bietet er den Kindern ein breites Spektrum von Möglichkeiten und Anstößen, sich zwanglos und spielerisch weiterzuentwickeln.

Offene Lernphase / Freispiel

Die Kinder haben täglich Zeiträume, die sie ganz nach ihren Interessen und Bedürfnissen allein gestalten können. Die vorhandenen Spielutensilien und Räumlichkeiten werden von den Kindern selbst ausgewählt.

Pro Gruppe dürfen innerhalb des Freispiels vier Kinder den einsehbaren Bereich des Außengeländes nutzen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, andere Gruppen zu besuchen, um dort zu spielen oder an einem gezielten Angebot teilzunehmen.

Damit sie sich sicher und geborgen fühlen, geben wir insbesondere den jüngeren Kindern Spielimpulse und machen sie mit den Materialien und der Umgebung vertraut. Anfangs begleiten wir die Kinder in ihrem Spiel, ziehen uns dann aber auch zurück.

So finden die Kinder Raum zur kreativen und fantasievollen Entfaltung, um Kontakte zu anderen Kindern zu knüpfen und diese zu vertiefen. Gezielte Beschäftigungsangebote können die Kinder je nach Alter und Entwicklungsstand auswählen (z.B. Vorlesen, Experimente, Bewegungs- oder Kreativraum).

Die Zeit des Freispiels nutzen wir aber auch zur individuellen Förderung jedes Kindes. Ausgehend von den Stärken der Kinder werden im Einzel- oder Kleingruppenspiel besondere Fähigkeiten und Begabungen gefestigt sowie gefördert. Mögliche Defizite können so ausgeglichen werden (z.B. Förderung der Konzentration)

Religionspädagogischer Ansatz

Da wir eine evangelische Kindertagesstätte sind, ist die religiöse Früherziehung einer unserer Schwerpunkte. Besonderen Stellenwert haben die christlichen Feste im Kirchenjahr (wie z. B. Weihnachten und Ostern). Wir gestalten mit den Kindern zwei bis dreimal im Jahr Kitagottesdienste.

Neben den ethischen Werten wie z. B. Hilfsbereitschaft, Toleranz, Ehrlichkeit, Rücksichtnahme und die Achtung der Persönlichkeit werden auch christliche Werte wie Nächstenliebe, Vergebung und Achtung vor Gottes Schöpfung vermittelt.

Übergang in die Grundschule

Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist, ein selbstbewusstes und selbstständiges Kind in die Schule zu entlassen.

Wir gehen vom kompetenten Kind aus und bieten ihm die Möglichkeit, durch das forschende Lernen selbst zum Ziel zu kommen und schaffen Möglichkeiten für Bildungsprozesse, ohne Instruktionen und Lösungen vor zu geben. Denn Lernfreude wächst aus der Befriedigung durch den eigenen Weg zu einem eigenen Ergebnis zu kommen, ohne Rücksicht auf die Richtigkeit.

Angetrieben durch ihre Entdeckungslust probieren Kinder Dinge aus und erweitern dabei ihre Fähigkeiten und ihr Wissen. Das forschende Lernen baut auf diesem natürlichen Lernverhalten auf. Nicht abstrakte Theorien oder fertige Modellvorstellungen von der Welt, sondern die eigenen Fragen und Beobachtungen der Kinder bilden den Ausgangspunkt, um zu lernen. Dies gelingt uns, indem wir immer den individuellen Entwicklungsstand des Kindes im Blick haben.

Im letzten Kitajahr bieten wir den „Maxikindern“ verschiedene Ausflüge an (z. B. zur Feuerwehr, zum Erfahrungsfeld der Sinne, ins Aalto-Theater). All dies erfordert ein hohes Maß an sozialer, emotionaler und kognitiver Kompetenz, die besonders im letzten Kindergartenjahr gefordert und gefördert werden.

Ein besonderes Highlight für die Kinder ist unser Abschlussausflug mit anschließender Übernachtung in der Kita.